DJI Dock 3 auf 2'536 m ü. M. am Weissfluhjoch (SLF)

DJI Dock 3 auf 2'536 m ü. M.: trenderia bringt Drohnentechnologie in die SLF-Schneeforschung

29. Oktober 2026 · Universität & Forschung · Vermessung

Auf dem Weissfluhjoch oberhalb von Davos haben wir für das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF ein DJI Dock 3 installiert. Auf 2’536 m ü. M. wird daraus ein konkretes Stück Zukunft: eine feste Drohnenstation für die hochalpine Schneeforschung. Knapp ein Jahr nach der Installation liegt bereits eine wissenschaftliche Auswertung der ersten Wintersaison vor.

Pioniere sein heisst: vor Ort umsetzen

Wir bei trenderia begleiten die Entwicklung professioneller Drohnen in der Schweiz seit 2013. Unser Anspruch ist dabei immer derselbe: aus neuer Technologie eine Lösung machen, mit der Menschen im Alltag arbeiten können. Dafür braucht es Erfahrung, saubere Vorbereitung und die Bereitschaft, auch unter anspruchsvollen Bedingungen anzupacken.

Das Projekt auf dem Weissfluhjoch bringt diese Haltung auf den Punkt. Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort haben wir die Dock-Installation für das SLF umgesetzt. Die Bilder zeigen, was dahintersteckt: Transport und Montage im Schnee, Arbeit auf dem Dach und die gemeinsame Vorbereitung des Systems direkt im alpinen Gelände.

Als DJI Enterprise Gold Solution Partner verbinden wir Beratung, Systemkenntnis und praktische Umsetzung. Wir wollen wissen, was draussen funktioniert – und genau dort setzen wir Projekte um.

Eine feste Drohnenstation mitten im Hochgebirge

Das DJI Dock 3 mit einer Matrice 4D wurde Ende Oktober 2025 auf dem Dach einer Messhütte installiert. Der Standort liegt im SLF-Versuchsfeld Weissfluhjoch, wo seit 1936 täglich Schnee gemessen wird. Das System ergänzt diese Arbeit um wiederholbare Aufnahmen aus der Luft.

Für uns ist dieses Projekt ein starkes Beispiel dafür, wie sich Forschung und praktische Drohnentechnologie verbinden lassen. Das Messfeld und seine alpine Umgebung stellen andere Anforderungen als eine leicht zugängliche Installation im Tal. Die Umsetzung muss zum Standort, zu den Menschen und zur konkreten Messaufgabe passen.

Die erste Wintersaison wissenschaftlich ausgewertet

Andreas Stoffel und Yves Bühler vom SLF und CERC stellen das Projekt in ihrem Fachbeitrag zum International Snow Science Workshop 2026 vor. Sie beschreiben es als erste erfolgreiche Umsetzung eines Drohnendocks für Schnee- und Lawinenmonitoring.

Die Studie dokumentiert je 25 Winterflüge über dem Messfeld und einem grösseren Gebiet im oberen Dorftälli. Hochwertige Orthofotos und Schneehöhenkarten machen Veränderungen sichtbar. Am Vergleichspunkt mit einem Laserschneesensor lag der RMSE bei rund 2 cm; dieser Wert gilt für den dortigen Vergleich, nicht pauschal für das gesamte Gelände.

Die erhöhte Dachposition und die Beheizung bewährten sich: Eine manuelle Schneeräumung am Dock war nicht nötig.

Alpine Erfahrung bedeutet auch, Grenzen ernst zu nehmen

Die erste Saison wurde mit Beobachter vor Ort durchgeführt. Laut Studie kam die BVLOS-Bewilligung für das Messfeld Ende Mai 2026; die Erweiterung für das grössere Gebiet war bei Erstellung des Fachbeitrags noch in Prüfung. Wetter, Licht und wechselnder Luftverkehr bleiben betriebliche Grenzen.

Genau deshalb beginnt ein gutes Dock-Projekt für uns bei der Einsatzplanung. Welche Daten werden gebraucht? Welche Infrastruktur ist vorhanden? Wer betreibt das System? Und wie werden aus Aufnahmen brauchbare Resultate? Diese Fragen gehören von Anfang an auf den Tisch.

Was Bergbahnen und alpine Infrastruktur daraus mitnehmen können

Aus unserer Sicht liegt die Stärke einer festen Drohnenstation in der Wiederholung: derselbe Standort, geplante Flugrouten und Aufnahmen, die sich über die Zeit vergleichen lassen. Damit wird aus einer einzelnen Befliegung ein Prozess.

Für ein konkretes Projekt prüfen wir gemeinsam mit dir, ob dieser Ansatz zur Aufgabe passt – etwa bei der Dokumentation von Anlagen, wiederkehrenden Geländeaufnahmen oder der Beobachtung von Veränderungen rund um alpine Infrastruktur. Entscheidend ist der Nutzen für deinen Betrieb: Welche Entscheidung soll mit den Daten einfacher, schneller oder besser werden?

Das Weissfluhjoch liefert dafür eine greifbare Referenz. Die Anlage steht. Die erste Wintersaison ist ausgewertet. Die Erfahrungen sind öffentlich dokumentiert. Genau so verstehen wir Pionierarbeit: umsetzen, Erfahrungen sammeln und die nächsten Lösungen darauf aufbauen.

Dein Dock-Projekt beginnt mit einer konkreten Aufgabe

Du betreibst eine Bergbahn, betreust alpine Infrastruktur oder planst ein Forschungsprojekt? Wir unterstützen dich bei der Evaluation und Einführung professioneller DJI Enterprise Systeme – von der ersten Idee über die Standortbeurteilung bis zur Installation und Vorbereitung des Einsatzes. Sprich mit uns über deinen Standort und die Resultate, die du brauchst.

Fachstudie zum Projekt

Stoffel, Andreas; Bühler, Yves (2026): Drone Docking Stations for Photogrammetric Snow Depth and Avalanche Mapping: Potential and Limitations. Proceedings, International Snow Science Workshop, Whistler, S. 722–727. DOI: 10.15788/1790099103.

Fachstudie als PDF lesen

Bilder von der Installation auf dem Weissfluhjoch

Installationsteam auf der Messhütte mit DJI Dock 3 im verschneiten Versuchsfeld Weissfluhjoch
Team bei der Installation des DJI Dock 3 auf dem Dach der Messhütte am Weissfluhjoch
Installationsteam bespricht das DJI Dock 3 im Schnee auf dem Weissfluhjoch
Drei Personen stehen bei geöffnetem DJI Dock 3 auf dem verschneiten Dach am Weissfluhjoch
Montage des geschlossenen DJI Dock 3 im Schnee auf dem Weissfluhjoch
Luftaufnahme des schneebedeckten SLF-Versuchsfelds Weissfluhjoch mit Messhütten und Instrumenten
Geöffnetes DJI Dock 3 und Installationsteam vor der verschneiten Berglandschaft am Weissfluhjoch